3. Symposium FIT FOR FIRE FIGHTING

Sport und Fitness in der Feuerwehr – Symposium an der Landesfeuerwehrschule am 07.11.2009

Fitness erhöht das persönliche Wohlbefinden, sie trägt zu mehr Sicherheit bei und steigert so den Einsatzerfolg. Aus diesem Grund wurde die gemeinsame Aktion „Fit For Fire Fighting“ von Innenministerium, Landesfeuerwehrschule, Unfallkasse und Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Das diesjährige Symposium an der Landesfeuerwehrschule setzte wieder einen wichtigen Meilenstein dieser erfolgreichen Aktion. Fachkundige Referenten gaben einen Überblick über den Zusammenhang von sportlicher Aktivität, Fitness, Gesundheit und Ernährung sowie über die praktische Umsetzung von Trainingszielen.

Nach kurzen Begrüßungsworten von Schulleiter Michael Willms und Dipl.-Sportpädagoge Alexander Seeger begann das Symposium mit zehn Minuten flotter Morgengymnastik. Alle folgten bei Pop-Musik den motivierenden „Kommandos“ der charmanten Trainerin Natali Seeger. Keiner der Teilnehmer ließ die Chance aus, sich und seinen Körper so richtig auf die nachfolgenden Fachvorträge einzustimmen. Den Auftakt zu den Fachvorträgen bildete ein Rückblick über die bisherigen Veranstaltungen der Aktion „FFFF“ durch Landesbranddirektor Hermann Schröder sowie Frank Obergöker von der Unfallkasse Baden-Württemberg.

„Aging Workforce und Gesundheit“ mit diesem Thema befasste sich der Vortrag von Prof. Dr. Alexander Woll von der Universität Konstanz. Er berichtet unter anderem über den Zusammenhang zwischen körperlicher Betätigung und den Vorteilen, die daraus entstehen. Besonders stellte er heraus, dass man durch regelmäßigen Sport auch bis ins hohe Alter seine Mobilität und Gesundheit erhalten oder deutlich verbessern kann. Entsprechende Studien und Statistiken haben dies bereits bestätigt. Gerade auch für Feuerwehrangehörige ist die körperliche Fitness wertvoll, die sich positiv auch im Arbeitsleben oder im Alter bemerkbar macht.

„Eat-And-Drink-For-Fire-Fighting“ war der Titel des Vortrages von Dr. Wolfgang Friedrich von der Landessportschule Albstadt. In seinem Vortrag wurde deutlich, wie wichtig eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Nahrungsaufnahme sind. Dies kann sogar schon während der Einsatzfahrt geschehen, um eventuelle Mangelerscheinungen vorzubeugen. Allerdings, so stellte er klar, kommt der richtigen Auswahl der Getränke und Nahrungsmittel eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Nicht alles, was auf den ersten Blick geeignet scheint, ist auch tatsächlich physiologisch sinnvoll und zur schnellen Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit empfehlenswert.

„FFFF praktisch umgesetzt“ – Bernd Gugel, Sportbeauftragter der Feuerwehr Tübingen berichtete, wie der Gedanke FFFF in der Feuerwehr Tübingen gelebt wird. Ein Staffellauf um alle Feuerwehrhäuser in den Tübinger Abteilungen war nur ein Modell aus dem beeindruckenden Sportangebot der Tübinger Feuerwehr, das er den Teilnehmern vorstellte.

„Trainieren – einfach aber richtig“ - Wo will ich hin? Was will ich erreichen? Was muss ich beachten? Unter diesem Motto stand der Vortrag von Dipl.-Sportpädagoge Alexander Seeger. Dabei kam heraus, dass die Übungen aus den vier Bereichen Koordination und Wahrnehmung, Kraft, Bewegung und Ausdauerleistungsfähigkeit jeweils in verschiedenen Variationen den besten Trainingserfolg erzielen. Als Quintessenz wurde deutlich, dass ein Training Belastung und Erholung braucht, regelmäßig erfolgen muss, variantenreich gestaltet sein sollte und natürlich Spaß machen muss.

„Das Ziel vor Augen“ - Zum Schluss der Vorträge schilderte der mehrmalige Deutsche Meister über 3000 Meter Hindernis Filmon Ghirmai lebendig und in eindrucksvoller Weise, wie wichtig es ist, ein Ziel vor Augen zu haben. Hierbei ist es notwendig, sich in gut durchdachten Trainingsplänen erreichbare Ziele zu setzen, damit die Motivation nicht zu kurz kommt und man nicht die Lust verliert.

Mitmachaktionen in der Mittagspause durften bei so einem Event natürlich nicht fehlen. So konnten die Teilnehmer bei diversen Fitnesstests ihre Belastbarkeit unter Beweis stellen. Ein Markt der Möglichkeiten, bei dem man sich bei verschiedenen Institutionen über sportliche Betätigungen informieren konnte, rundete das Angebot ab. So war es möglich, sich über das Deutsche Sportabzeichen oder das Feuerwehrsportabzeichen zu informieren. Am Stand der DAK konnte man außerdem sein Herzalter berechnen lassen, was den einen oder anderen sehr in Erstaunen versetzte.

Als Highlight in der Mittagspause veranstaltete das SMove-Organisationsteam der Jugendfeuerwehr ein Promistreetballturnier, bei dem alle mit fiebern und die prominenten Spieler anfeuern konnten.

Fit For Fire Fighting ist mittlerweile eine ständig präsente Aktion in den baden-württembergischen Feuerwehren. Eine Vielzahl von regionalen Sportaktionen, die in Eigeninitiative von den Feuerwehren durchgeführt werden, zeugt von der großen Akzeptanz des Sportgedankens.

Weitergehende Informationen sind unter www.fit-for-fire-fighting.de zu finden.